Stadt Königstein i. T.

PV-Anlage auf dem Parkplatz des Freibades 

Kurz gesagt: Für den Parkplatz des Freibades in Königstein i.T. wird geprüft, ob eine Photovoltaik-Anlage technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Der regenerativ erzeugte Strom könnte dort für den Betrieb des Schwimmbades genutzt werden. 

Bild: Parkplatz des Freibades von Königstein i.T (Quelle: Institut für Energiesystemtransformation der Sonneninitiative (IE-Si))


Hintergrund 

Der Stromverbrauch eines Freibades ist insbesondere in den Sommermonaten sehr hoch. Während der Öffnungszeiten wird viel Energie benötigt, um die Technik für den Badebetrieb zu betreiben. Gerade in dieser Zeit könnte eine große Photovoltaikanlage (PV-Anlage) einen erheblichen Teil des benötigten Stroms liefern –Strombedarf und Sonnenstunden passen hier perfekt überein. 

Ein geeigneter Standort für eine solche PV-Anlage ist der angrenzende Parkplatz des Freibades. Die Errichtung einer Solaranlage über einem Parkplatz ist jedoch kostenintensiver als eine klassische Dach- oder Freiflächenanlage. Daher ist es besonders wichtig, die Wirtschaftlichkeit sorgfältig zu prüfen. Gleichzeitig bietet ein solches „Solar-Carport“ auch Vorteile für die Besucherinnen und Besucher des Freibades: Die parkenden Autos sind im Sommer vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. 

Erstellung einer Machbarkeitsstudie 

Im Rahmen des Projekts transform-R wird die Stadt Königstein im Taunus bei der Planung einer solchen PV-Anlage auf dem Freibadparkplatz begleitet. Zur Konkretisierung des Vorhabens wird im ersten Schritt eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, die über das Projekt transform-R finanziert wird. Diese Studie untersucht die baulichen Voraussetzungen des Parkplatzes, verschiedene technische und wirtschaftliche Umsetzungsmöglichkeiten sowie mögliche Betreibermodelle. Auch eine Kooperation mit der örtlichen Energiegenossenschaft wird dabei in Betracht gezogen. Die Machbarkeitsstudie wird im Herbst 2025 von der Sonneninitiative e.V. erstellt. 

Um von bestehenden Erfahrungen zu profitieren, wurde bereits ein Austausch zwischen der Stadt Königstein und der Energiegenossenschaft EGIS organisiert. Diese hat ein vergleichbares Projekt erfolgreich in Töging am Inn auf dem Parkplatz eines Freibades umgesetzt. 

In Königstein i. T. könnte ein zukunftsweisendes Projekt entstehen, das erneuerbare Energien fördert, zur lokalen Energiewende beiträgt und gleichzeitig einen praktischen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger bietet. 

Wissenschaftliche Begleitung 

Die Entwicklung des Parkplatz-Photovoltaikprojekts wird vom ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg wissenschaftlich begleitet. Ziel ist es, die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen aus Königstein systematisch aufzubereiten und auch anderen Kommunen zur Verfügung zu stellen. So soll das Projekt dazu beitragen, zukünftige Vorhaben im Bereich Parkplatz-Photovoltaik zu erleichtern und die Verbreitung dieser nachhaltigen Lösung überregional zu fördern. 

 

Ansprechpartner in Königstein: Daniel Zink (Klimaschutzmanager)