Mobilität im Alltag – Experimentieren mit Alternativen

Stau, Stress und lange Parkplatzsuche prägen den Alltag vieler Menschen, die regelmäßig unterwegs sind. Aber wie lässt sich die Mobilität im Alltag verträglicher und angenehmer gestalten? Das testen 20 Teilnehmenden des Mobilitätsexperiments in der Wetterau.

Es geht darum, herauszufinden, wie regelmäßige Wege im Alltag angenehmer werden können: Gibt es Alternativen dazu, wie man seine üblichen Strecken bewältigt – wie man zur Arbeit fährt, Einkäufe erledigt, Kinder in die Kita bringt oder zum Beispiel Angehörige in Betreuungseinrichtungen besucht?

Die Teilnehmenden des Mobilitätsexperiments finden genau das für sich raus und testen Alternativen auf ihren persönlichen Alltagswegen.

Das Experiment findet in den Gemeinden Ortenberg, Glauburg und Ranstadt in Zusammenarbeit dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und dem wetterauer Verein Dorfbeweger e.V.  statt. Der Auftakt des Experiments fand am 5. Mai statt – und zwar mit der Übergabe der Räder durch den Vertragspartner Riese & Müller.

Bis Anfang September haben die Teilnehmenden Zeit, sich in ihrer neuen Alltagsmobilität einzufinden und neue Routinen aufzubauen, etwa auf dem Weg zur Arbeit.


„Wir erhoffen uns vom Pendelexperiment, dass die Teilnehmenden die Vorteile nachhaltiger Mobilität entdecken und damit weitere Bürgerinnen und Bürger in der Region dazu ermutigen, Alternativen zum Auto auszuprobieren,“ erläutert Pia Heidenreich Herrmann von Dorfbeweger e.V. das Engagement des Vereins.

Dreh- und Angelpunkt für nachhaltige Mobilität: Veränderungen von Routinen

„Die Veränderung einer Routine wie zum Beispiel der gewohnte Weg zur Arbeit ist der Dreh- und Angelpunkt für eine nachhaltige Alltagsmobilität,“ sagt Luca Nitschke, Mobilitätsforscher am ISOE. „Diese Veränderung ist mit einer mitunter intensiven Umgewöhnung und vielen Fragen verbunden, die wir während des Mobilitätsexperiments mit den Teilnehmenden angehen wollen.“ Was ist der beste Weg, um mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz zu kommen? Welche Ausrüstung brauche ich, um alles transportieren zu können und jedem Wetter gewachsen zu sein? Wie lange brauche ich für den neuen Arbeitsweg und welche anderen Alltagswege kann ich noch ohne Auto unternehmen?

Die Antworten, die die Teilnehmenden finden, werden im Rahmen des Experiments auch an die Bürgerinnen und Bürger an sowie die Planungsverantwortlichen in der Region weitergegeben.

Das Mobilitätsexperiment ist Teil des praxisorientierten Forschungsprojekts ‚transform-R‘ und wird gemeinsam mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain umgesetzt. „Für uns geht es dabei nicht um Theorie, sondern ums Machen: Dinge ausprobieren, neue Wege testen und konkrete Verbesserungen vor Ort anstoßen,“ sagt Rouven Kötter, Erster Beigeordneter und Mobilitätsdezernent des Regionalverbands FrankfurtRheinMain. „Wir wollen Möglichkeiten schaffen, damit der Umstieg auf Fahrrad, Bus und Bahn im Alltag wirklich funktioniert. Mobilität muss Spaß machen, gleichzeitig sicher, verlässlich und komfortabel sein – nur dann wird sie auch angenommen. Die Mobilitätsexperimente liefern genau die Erkenntnisse, die wir brauchen, um diese Angebote besser zu verknüpfen und Schritt für Schritt attraktiver zu machen.“

Kontaktmöglichkeit bei Fragen zum Pendelexperiment

Falls Sie noch Fragen zum Experiment haben, wenden Sie sich an Pia Heidenreich-Herrmann
(Dorfbeweger e.V., effolderbach@dorfbeweger.de)

LOGO Dorfbeweger



Wenn Sie sich über den Fortgang und den Verlauf des Experiments informieren möchten, empfehlen wir Ihnen den Instagram-Seiten des Projekts und des Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) zu folgen:


@transform.region (https://www.instagram.com/transform.region)
@isoe_institut (https://www.instagram.com/isoe_institut/)