Reallabor Photovoltaik und Elektromobilität -

Flächen mehrfach nutzen, Strom erzeugen und laden.
Fragestellung des Reallabors:

Mit der Energie- und Mobilitätswende wird der Bedarf an erneuerbarem Strom weiter steigen. Das Reallabor unterstützt Kommunen bei der Umsetzung von PV-Projekten in Verbindung mit Mobilitätsinfrastruktur. Besonders großes Interesse besteht derzeit im Bereich der PV auf Parkplätzen.

Was soll passieren und umgesetzt werden?

Durch die enge Begleitung mehrerer Kommunen bei der Umsetzung (wie z.B. Königstein i. T.) werden Erfahrungen gesammelt, aufbereitet und an andere Kommunen im Regionalverband und darüber hinaus weitergegeben.

Beispielsweise wird im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft, ob eine PV-Anlage auf dem Parkplatz des Königsteiner Freibades technisch und wirtschaftlich realisierbar ist. Die damit verbundene Betrachtung der Fragen zu Betreibermodellen und Finazierungsmöglichkeiten sollen anderen Kommunen helfen, schneller in die Umsetzung zu kommen. Hierfür findet ein regelmäßiger Praxisaustausch mit interessierten Kommunen statt.


Welche Chancen bieten die Ergebnisse für die Region?

Die zentralen Ergebnisse des Reallabors sollen vor allem folgende Aspekte sein:

  • Bündelung von Wissen zu praxisorientierten Lösungen
  • Einbindung von Multiplikatoren (Regionalverband, LEA-Hessen, Landkreise)
  • Beschleunigung durch praxisnahe Kommunikation
  • Nachhaltigkeit der Unterstützung durch personelle Verankerung

Ergebnisse für die Wissenschaft und die planerische Praxis

Die Klimaschutzakteure in den Kommunen stehen vor der Herausforderung, viele Themen gleichzeitig umsetzen zu müssen. Sie müssen sich in neue Techniken oder Systeme einarbeiten und diese verstehen, um sie umsetzen zu können. Die im Reallabor entwickelten Instrumente und Werkzeuge sollen diesen Prozess künftig erleichtern. Entlang des gesamten Entscheidungsprozesses, von der Idee bis zur Umsetzung und (wenn möglich im Rahmen der Projektlaufzeit) bis zur Inbetriebnahme, soll untersucht werden, wie Praxisakteure aus Verwaltungen unterstützt werden können.

Möglichkeiten auf Mitwirkung

a.    Sie möchten sich intensiver mit den Themen Photovoltaik und Elektromobilität sowie Flächen mobilisieren auseinandersetzen? Dann nutzen Sie die Gelegenheit und melden Sie sich als „aktive“ Kommune. Ihnen bietet das Reallabor individuelle Unterstützungsleistungen sowie Teilnahmemöglichkeiten an regelmäßigen Austauschrunden mit anderen Kommunen, Praxisakteuren und dem ifeu.

b.    Sie interessieren sich für das Thema, können sich aber derzeit nicht intensiver damit beschäftigen? Dann registrieren Sie sich als “interessierte“ Kommune und nutzen Sie die Möglichkeit, punktuell an Veranstaltungen zum Wissens- und Erfahrungsaustausch teilzunehmen.

Individuelle Untersützungsleistungen

Das Reallabor bietet Kommunen im Regionalverband FrankfurtRheinMain, die über eine konkrete, potenziell für eine Photovoltaikanlage geeignete Parkfläche verfügen, individuelle Unterstützungsleistungen an.

Welche Unterstützungsleistungen sind möglich?
Welcher Parkplatz ist für Photovoltaik geeignet?
Was wird  im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht?
  • Muster-Lastenheft für eine Machbarkeitsstudie Parkplatz-Photovoltaik (folgt)





Aktiv teilnehmende Kommunen im Reallabor

Stadt Königstein - PV-Anlage auf dem Parkplatz des Freibades

Im Projekt transform-R wird die Stadt Königstein im Taunus bei der Planung einer Photovoltaikanlage auf dem Parkplatz des Freibades begleitet. Der regenerativ erzeugte Strom findet dort einen direkten Abnehmer. Gerade wenn das Freibad im Sommer bei schönem Wetter gut besucht ist, wird die PV-Anlage viel Strom erzeugen. Durch die gute Abstimmung von Bedarf und Erzeugung kann der Eigenverbrauch und damit die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage optimiert werden. Außerdem werden die Autos auf dem Parkplatz vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt.  

Zur Konkretisierung der Planungen wird nun zunächst eine über das Projekt transform-R finanzierte Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, in der die baulichen Rahmenbedingungen des Parkplatzes, verschiedene Betreibermodelle, bauliche Möglichkeiten und weitere Aspekte untersucht werden. Auch die Einbindung der örtlichen Energiegenossenschaft wird geprüft. 

Für praktische Fragen wurde ein Austausch zwischen der Stadt Königstein und der Energiegenossenschaft EGIS organisiert. Die Energiegenossenschaft hat ein vergleichbares Projekt in Töging auf dem Parkplatz des Freibades umgesetzt.

Ansprechpartner in Königstein: Daniel Zink (Klimaschutzmanager)



Hochheim a.M. - Parkplatz Massenheimer Landstraße am Wasserturm

Ansprechpersonen für das Reallabor:


ifeu- Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg

Miriam Dingeldey und Laura Lütkes