Pendelexperiment Friedrichsdorf
Mit dem Pendelexperiment „Anders pendeln“ erprobt die Stadt Friedrichsdorf in Zusammenarbeit mit dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) neue Wege, den täglichen Arbeitsweg klimafreundlich und angenehmer zu gestalten.
Weiteres Pendelexperiment startet im Juli 2026 - Bewerbung jetzt möglich
Stau, Stress und lange Parkplatzsuche prägen den Alltag vieler Pendler*innen. Ihren auch? Für ein Pendelexperiment suchen wir Teilnehmer*innen, die Lust haben, auf Ihrem Arbeits- bzw. Ausbildungsweg etwas Neues auszuprobieren, um den Pendelalltag angenehmer zu gestalten. Eine Bewerbung ist bis zum 28. April 2026 möglich. Der Link zur Bewerbung findet sich am Ende der Seite.
Das Experiment findet von Juli bis November 2026 in Friedrichsdorf statt. Wenn Sie am Experiment teilnehmen, erhalten Sie für mehrere Monate die Möglichkeit, Alternativen zu ihrem gewohnten Pendelweg kostenfrei auszuprobieren.
Sie können wählen zwischen
E-Bike
Ihr Arbeitsplatz ist eigentlich nicht allzu weit weg von zu Hause und Sie wollten schon immer einmal ausprobieren mit einem E-Bike fahren? Im Rahmen des Experiments haben Sie die Möglichkeit, ein E-Bike für vier Monate auf ihrem Arbeitsweg (und in Ihrer Freizeit) zu testen.
Öffentlicher Nahverkehr (Deutschlandticket)
Eigentlich können Sie Ihren Arbeitsplatz sehr gut mit dem Öffentlichen Verkehr erreichen und Sie wollen nicht mehr im Stau stehen und ständig einen Parkplatz suchen, das Ticket ist Ihnen aber zu teuer oder Sie haben noch nicht die richtige Verbindung gefunden? Wir übernehmen im Zeitraum des Experiments die Kosten für ihr Deutschlandticket.
E-Lastenrad
Sie verbinden Ihren Pendelweg häufig mit dem Transport von Kindern und/oder Gegenständen? Im Rahmen des Experiments haben Sie die Möglichkeit, ein E-Lastenrad für drei Monate auf ihrem Arbeitsweg (und in Ihrer Freizeit) zu testen.
Mobilitätsberatung, Sharing-Angebote und Unterstützung
Sie können diese Alternativen auch kombinieren, um Ihren Pendelalltag neu zu erfinden. Teil des Mobilitätsexperiments ist darüber hinaus eine Mobilitätsberatung zu Ihrem Arbeitsweg sowie eine finanzielle Unterstützung für den Erwerb von Gegenständen zur besseren Gestaltung Ihres Pendelalltags und für die Nutzung von Sharing-Angeboten (u.a. Bikesharing, Carsharing), z.B. über das Angebot von RMVflux. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Teilnehmenden.
Sie möchten mitmachen? Dann sollten Sie
- Ihren gesamten Pendelweg oder den überwiegenden Teil aktuell noch mit dem Auto zurücklegen
- mindestens 2-mal pro Woche zur Arbeit bzw. zur Ausbildung pendeln
- in Friedrichsdorf wohnen oder arbeiten bzw. Ihre Ausbildung machen
- älter als 18 Jahre sein
Sie möchten teilnehmen?
Wenn Sie diese Bedingungen erfüllen und wir Ihr Interesse geweckt haben, bewerben Sie sich bei uns durch das Ausfüllen eines kurzen Online-Fragebogens (ca. 7 Minuten).
Wenn Sie sich über den Fortgang und den Verlauf des Experiments informieren möchten, empfehlen wir Ihnen den Instagram-Seiten des Projekts und des Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) zu folgen:
@transform.region (https://www.instagram.com/transform.region)
@isoe_institut (https://www.instagram.com/isoe_institut/)
@friedrichsdorf_taunus (https://www.instagram.com/friedrichsdorf_taunus/)
Ansprechperson für das Pendelexperiment 2026:
Rückblick auf das Pendelexperiment in 2025
Zwischen Juni und Oktober 2025 haben 38 Personen mit Wohn- oder Arbeitsort in Friedrichsdorf am Pendelexperiment teilgenommen. Ziel war es, Arbeitswege mit dem E-Bike, dem E-Lastenrad oder (in Kombination mit) dem ÖPNV anstelle des Autos zurückzulegen. Dazu wurden den Teilnehmenden E-Bikes kostenlos zur Verfügung gestellt, sowie Kosten für ÖPNV-Tickets und Sharing-Angebote erstattet.
Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) hat das Pendelexperiment außerdem vor, während und nach dem Erprobungszeitraum wissenschaftlich begleitet und Befragungen durchführte.
„Die Veränderung des Arbeitsweges ist eine lernintensive Umstellung. Pendelexperimente sind ein guter Weg, um Veränderungs- und Lernprozesse anzustoßen“ Luca Nitschke, ISOE
Um den Umstieg auf klimaschonende Mobilität möglichst einfach zu gestalten, konnten die Teilnehmenden eine individuelle und persönliche Mobilitätsberatung in Anspruch nehmen.
Von dem Experiment erhofften sich Teilnehmende neue Möglichkeiten für ihre Pendelwege auszuprobieren. Auch der Wunsch nach mehr Bewegung, Zeit und Geld zu sparen und ohne Auto nachhaltiger zu pendeln, wurden als Gründe für die Teilnahme genannt.
Während des Experiments konnten Teilnehmende per Chat mit den Organisatoren in Kontakt treten sowie Fragen und Erfahrungen teilen. Beim Austauschformat „Meet-your-local-planner“ gab es zudem die Möglichkeit in direkten Dialog mit Planerinnen und Planern zu treten und die Erfahrungen aus dem Experiment, z.B. bezüglich Anforderungen an Fahrradinfrastruktur und ÖPNV-Taktung, zu diskutieren.
Die Ergebnisse des Pendelexperiments zeigen: Viele Wege lassen sich auch ohne Auto bequem und effizient zurücklegen. Gleichzeitig liefert das Experiment wertvolle Impulse für die zukünftige Mobilitätsgestaltung und verdeutlicht, wie Veränderungen im Alltag gelingen können, wenn Rahmenbedingungen und Motivation stimmen.
Vorgestellt wurden die Ergebnisse im Rahmen des 3. Mobilitätsforums zum integrierten Mobilitätskonzept der Stadt Friedrichsdorf.
Hier können Sie die gesamten Ergebnisse des Pendelexperiments in Friedrichsdorf einsehen.